Das Netz


Am Ufer sitz ich, bin wieder im Jetzt

Schau hinaus auf die Wellen, am  Boden vor mir liegt ein zerrissenes Netz

Verzweiflung will in meine Gedanken sich schleichen

Doch schlag ich sie nieder, bevor sie mich einholt,

 bevor sie mein Hirn kann erreichen.

Das Netz ist mir auf dem Meer zerrissen, wie gern würd

ich s flicken

Hab dabei dennoch kein gutes Gewissen.

Manch kleiner Fisch wird darin noch sein Leben verlieren, sich die Kiemen an meinem Netz zerschnüren.

Den großen, den Räubern zeig ich wenig erbarmen, zerstörten sie doch mir das Netz, fraßen alle die Schwachen und Armen.

Nun frag ich den Himmel und brüll in die Wogen, weshalb habt ihr mich nur so grausam betrogen

Warum ging mir wieder mein Netz so in Fetzen, wozu ist es gut und wen wollt ihr verletzen.

Die See gibt mir Antwort mit rauschenden Wellen, sie spült mich zum Felsen und will mich zerschellen.

Der Himmel ist düster und er weint bitter Tränen, sie fall`n auf mein Netz, sind nur Hoffen und Sehnen.

Bin wieder da draußen, das Netz noch zerrissen, doch ist mir`s  egal, plagt mich nicht das Gewissen

Bin wieder im Meere das Netz ist in Stücken, doch ist mir`s egal, wird die Jagt dennoch glücken.

Bin wieder  da draußen, unendlich die Weiten,

 bin wieder  und wieder eins mit den Gezeiten.